Australien darf nicht Bielefeld werden

Einige Internetnutzer sind sich einig. Australien gibt es nicht. Der ganze Kontinent basiert nur auf einer weitreichenden Verschwörung, die es England während der Kolonialzeit ermöglicht hat, Häftlinge im Meer zu versenken, anstatt sie auf einem weit entfernten Eiland auszusetzen. Satellitenbilder des Erdteils sind Fakes; Kängurus die Erfindung eines betrunkenen Comic-Zeichners und Aborigines schlecht bezahlte Schauspieler. Hinzufliegen, um nachzusehen ist zwecklos, da die Piloten, natürlich alle Teil der Verschwörung, einfach irgendwo anders landen, was die Passagiere ohnehin nicht mitbekommen. Eine Landebahn sieht aus wie die andere. Nehmen sie einfach ein Boot, um von Neuseeland aus in Richtung des Kontinents aufzubrechen, werden Sie wahrscheinlich von der angeblich von Australien aus gesteuerten Marine auf den Meeresgrund befördert. Oder Sie fallen vom Rand der Scheibe, die die Erde ja bekanntlich ist.

Australien teilt sich damit nun einen Platz mit Bielefeld, das es, schenkt man so manchem Gerücht Glauben, auch nicht wirklich geben soll. Was nun wahr ist oder falsch, ist für die meisten Menschen völlig irrelevant. Es sei denn, sie leben in Australien. Oder in Bielefeld. Denn dann gibt es sie nicht. Außer sie beweisen das Gegenteil. Vielleicht ist dieser Hoax aber auch nur eine besonders gelungene Marketing-Aktion der australischen Reiseveranstalter, die davon ausgehen, dass sich nun tausende von Menschen auf die Suche nach dem verlorenen Kontinent machen.

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