DSGVO - Das Ende

DSGVO. Was ist das? Nun... es handelt sich hier um eine schwammig formulierte, nur in verschachtelten Paragraphen dargelegte EU-weite Verordnung, die viele Dinge, die Private bisher in den Weiten des Internet tun konnten, unrentabel und auch ziemlich gefährlich macht. Vergisst man beispielsweise als Betreiber einer Webseite irgendwo einen Hinweis auf irgendeine mögliche Nutzung von personenbezogenen Daten, dann können drakonische Strafen die wirtschaftliche Existenz bedrohen. Und dabei müssen Sie als Betreiber die Daten nicht mal wissentlich und willentlich sammeln. Es reicht völlig, wenn ihr Provider IP-Adressen in einem Logfile speichert. Sind diese nicht pseudonymisiert oder anonymisiert, dann können Probleme auf Sie zukommen. Außerdem brauchen Sie ohnehin einen gesonderten Vertrag mit ihrem Provider, der Ihnen die Möglichkeit gibt, andere darauf hinzuweisen, dass Sie nichts dafür können, dass jemand im Hintergrund, der Ihnen einen Dienst anbietet, Daten sammelt. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wenn Sie Werbeanzeigen schalten, oder externe Seiten einbinden, wird das Ganze noch erheblich komplexer und weitaus gefährlicher. Damit aber nicht genug.

Künftig soll all das nochmals komplizierter und verworrener werden. Nutzer sollen Ihr Angebot im Netz nur noch nach unzähligen Bestätigungen und Willenserklärungen sichten können. Einfache Hinweise reichen dann nicht mehr, sondern jeder Kleinigkeit muss zugestimmt werden. Zusätzlich müssen Sie Möglichkeiten schaffen, jede dieser Kleinigkeiten wieder rückgängig zu machen. Opt-In für simpelste Webinhalte. Opt-Out für alle. Kurzum, das Internet in Europa ist nicht mehr frei und nur noch für jene gefahrlos zu bewirtschaften, die genügend Mittel für ein Heer von Anwälten und Datenschutzbeauftragten aufbringen können. Daher wird diese Seite noch in diesem Jahr aus den Weiten des Internet verschwinden, um in die ewigen Jagdgründe einzugehen.

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