Verlagswesen

Lassen Sie mich Ihnen etwas über Verlage und den steinigen Weg eines neuen Autors erzählen, der vielleicht nach einem Millenium zum Erfolg führt. Die meisten von uns leben nicht lange genug, um ihr gedrucktes Werk in Händen zu halten, für das sie keinen Cent Druckkostenbeteiligung bezahlt, oder sonst etwas Anstößiges getan haben.

Irgendjemand hat einmal gesagt, dass es durchaus Sinn macht, ein Manuskript aus dem Fenster zu werfen, in der Hoffnung, dass es einem Verleger auf das werte Haupt fällt. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit dann genauso hoch, dass es gelesen wird, als wenn man es immer und immer wieder an jeden Verlag versendet, der eine Postadresse sein eigen nennt. Ich weiß nicht mehr wer es gesagt hat. Ich weiß genaugenommen nicht einmal, ob es jemand gesagt hat. Nun ist es jedenfalls ausgesprochen.

Ist das der Grund, warum ich im Eigenverlag und noch dazu aktuell nur im eBook-Segment veröffentliche? Ja. Die Mühsal, die damit verbunden ist, ein Werk viele Male bei unzähligen Verlagen einzusenden, über Äonen auf Antwort zu warten und schließlich mit etwas Glück die gesamte Geschichte nach den Vorstellungen eines Lektors neu zu schreiben, ist nicht unerheblich. Nicht annähernd. Habe ich es versucht? Ja, aber nur halbherzig um ehrlich zu sein. Nach einigen Vertragsangeboten, die eine Übernahme von Druckkosten bis zum Absatz einer gewissen Stückzahlen und ähnliche "Servicegebühren" beinhaltet haben, schien es sinnvoll, den steinigen Weg zu verlassen, um den eigenen Werken zumindest eine kleine Chance einzuräumen, gelesen zu werden. Der Nachteil daran - der einzige Lektor, der meine Texte vor der Veröffentlichung prüft bin zumeist ich selbst.

An dieser Stelle hat der Autor auf die Uhr gesehen und musste, wie es in der heutigen Zeit üblich ist aus verschiedenen Gründen die Arbeit niederlegen. Er gelobt Fortsetzung und hofft auf Ihre Nachsicht.

 

 

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